Im Online Marketing Mix gehört Affiliate Marketing längst zum Standard-Programm für viele Unternehmen. Als performancestarker Online-Kanal ist er heute nicht mehr wegzudenken und der durch Affiliate Marketing generierte Umsatz von Unternehmen steigt stetig. Doch wie funktioniert Affiliate Marketing? In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Begriffe des Affiliate Marketings geben sowie die Wirkungsweise geben. 

 

Wie alles begann

Affiliate Marketing entstand wahrscheinlich schon in den 90er Jahren. Gerüchten zufolge soll Amazon das erste Affiliate Programm initiiert haben. Doch auch davor gab es bereits Unternehmer die dieses Modell anwendeten. Aufgrund der Größe und des Erfolgs von Amazon gerieten diese jedoch mehr und mehr in den Hintergrund. Das Modell war ein Erfolg, und so stieg die Zahl derer, die Amazon Produkte auf Ihrer Webseite bewerben stetig an. 

 

Das erste Affiliate Treffen fand im Jahre 2003 unter dem Namen Affiliat Summit in New York statt. Rund 2000 Teilnehmer erschienen. Die Affiliates und Webmaster hatten die Chance sich untereinander auszutauschen, voneinander zu lernen und Erfolge und Misserfolge zu diskutieren. Noch heute existiert die Messe und ist ein Muss für alle begeisterten Affiliates und die, die es werden wollen. 

 

Was ist Affiliate Marketing? 

Affiliate Marketing basiert auf Erfolg. Das heißt eine Abrechnung gibt es erst dann, wenn ein zuvor festgelegtes Ziel erreicht wurde. Das können unter andere, Käufe, Klicks oder auch Newsletter-Anmeldungen sein (mehr dazu weiter unten). Es gibt viele Varianten des Affiliate Systems, doch im Kern verlaufen alle gleich: Der Publisher, auch Affiliate genannt, bewirbt auf seiner Webseite Produkte oder Dienstleistungen des Advertisers, auch Merchant genannt. Für jeden Kauf, Klick oder ein anderes vorher definiertes Ziel wird der Publisher vergütet. Die Vermittlung zwischen beiden Parteien erfolgt meist durch ein Affiliate Netzwerk welches die Publisher mit den passenden Affiliate Programmen zusammenbringt. 

 

Die häufigsten Abrechnungsmodelle

 

Cost-per-Click (oder auch Pay-per-Click)

Bei diesem Abrechnungsmodell erhält der Publisher eine Vergütung sobald ein User auf einen Werbebanner klickt und somit auf der Seite des Advertisers landet. Häufig erfolgt die Abrechnung nach tausend Klicks. 

 

Cost-per-Lead (oder auch Pay-per-Lead)

Bei dieser Variante entstehen für den Advertiser Kosten sobald ein Lead gewonnen wird. Dabei handelt es sich um eine vorher festgelegte Handlung wie zum Beispiel das Ausfüllen eines Formulars oder die Anmeldung zum Newsletter. 

 

Cost-per-Sale (oder auch Pay-per-Sale)

Hier wird der Publisher erst ausgezahlt, nachdem auch tatsächlich ein Kauf stattgefunden hat. Dieses Abrechnungsmodell eignet sich daher am besten für hochpreisige Produkte. 

 

Möglichkeiten der Abrechnung 

Mit Hilfe von Cookies werden Sales und Umsätze korrekt zugeordnet. Mit der entsprechenden Technologie kann ebenfalls zwischen Klick- und View-Cookie unterschieden werden. Dies ist für die Abrechnung relevant, denn somit können Affiliates noch genauer bezahlt werden. Folgende Möglichkeiten gibt es:

 

  • Last Cookie: Hierbei bekommt der Publisher, über den der letzte Kontakt generiert wurde, die volle Provision zugeschrieben. 
  • First Cookie: bei diesem Modell bekommt der Publisher, über den der erste Kontakt zustande kam, die volle Provision zugeschrieben.
  • Customer Journey: Dieses Modell ist ein Mix aus den beiden vorhergehenden. Die Provision wird nach einer vorher festgelegten Gewichtung oder Priorität zwischen allen beteiligten Publishern aufgeteilt. Die Cookie-Weiche stellt dabei die Zuordnung auf der technischen Ebene sicher. Bei dieser Variante wird beispielsweise ein View, also ein Sichtkontakt mit dem Werbemittel, niedriger eingestuft als ein Klick auf ebendieses. Der Publisher, der den Klick generiert, erhält eine entsprechend höhere Provision als der, der für den View verantwortlich war. Das Customer Journey Modell ist ein komplexes Modell welches Faktoren die Anzahl, Art und Reihenfolge der Kontakte, sowie den zeitlichen Abstand in Betracht zieht.